Irland Tour 2017
RUND UM DIE GRÜNE INSEL

Unterwegs auf Irlands Traumstraßen

25 Teams gaben sich Anfang September die Ehre und nahmen das sportliche Abenteuer, Irland zu umrunden, in Angriff. Am Nachmittag war der Fähranleger „DFDS Seaways“ Treffpunkt der bildschönen klassischen Fahrzeuge mit Ihren Fahrerinnen und Fahrern, sowie den „Co- Piloten“. Bei der Fahrt sollten wir lernen, warum Irland die „grüne Insel“ heißt, hatten wir es doch mit einem Mix aus Sonnenschein und Regen zu tun und auch mit frischen Brisen wurde nicht gegeizt. Also Aprilwetter im September. Die Cabrio Fahrer hatten viel zu tun: Verdeck auf – Verdeck zu … wieder auf … wieder zu und so weiter und so fort. Alleine Hermann Bröker im himmelblauen MG ließ sich davon nicht beeindrucken, er fuhr einfach immer offen. Auch Sabine und Wolfgang Schubart waren in ihrem 319er Vorkriegs BMW durch nichts zu erschüttern und fuhren „ohne Deckel“ durch so manchen Schauer.
Es erwarteten uns hunderte Kilometer toller Küstenstraßen mit herrlichen Ausblicken auf idyllische Buchten, vorgelagerte Inseln und den Atlantik und bescherten uns viel Fahrvergnügen.

1. ETAPPE / Newcastle - Belfast / Montag 4.9.

  • auf der Fähre nach England

    Foto von Theo Sprenger
  • Ankunft in Newcastle

    Foto von Theo Sprenger

Nach der Überfahrt mit der Nachtfähre von Ijmuiden nach Newcastle, durchquerten wir England zum nächsten Fähranleger nach Cairnryan. Nur gut fünf Stunden Zeit hatten wir, die Fähre der Stena Line nach Belfast rechtzeitig zu erwischen. Würden alle durchhalten? Im Großen und Ganzen schon. Alle gaben mächtig Gas, nur Bruno Hecker mit Sohn Carl musste unbedingt noch einen ausgiebigen Lunch einnehmen und konnte den anderen am Kai nur noch nachwinken. Mit mehreren Stunden Verspätung erreichten sie aber dann mit der Folgefähre auch das Hotel Stormont in Belfast.

2. ETAPPE / Belfast - Letterkenny/ Dienstag 5.9.

  • am Lough Foyle

    Foto von Theo Sprenger
  • Blick auf die Rope Bridge

    Foto von Theo Sprenger

Entlang Nordirlands Küste starteten wir die Umrundung der grünen Insel gegen den Uhrzeigersinn. Wir fuhren die „Antrim Coast Road“ mit traumhaften Ausblicken auf den Atlantik. Touristische Höhepunkte wie „Giant´s Causeway“ (der „Damm der Riesen“), seit 1985 Weltnaturerbe der UNESCO, die beeindruckenden Ruinen von „Dunluce Castle“ und die Wiskey Distillerie „Bushmills“ konnten angefahren werden. Der 326er Vorkriegs BMW von Greta und Walter Prantel hatte wohl etwas „Schnupfen“ während der Fährüberfahrt bekommen. Er hustete und spuckte und blieb dann auch mal ganz stehen. Jens Bredlow, der Mechaniker, nahm sich der Sache fachkundig an und so war das „weiß blaue“ Schätzchen bald wieder flott unterwegs.

3. ETAPPE / Letterkenny - Sligo / Mittwoch 6.9.

  • die Vorkriegs BMWs
    Foto von Theo Sprenger
  • weiter gehts

    Foto von Theo Sprenger

Heute ging es durch das County Donegal und wir durchquerten den „Glenveagh National Park“, das „Tal des Lebens“, den größten Nationalpark Irlands in den Derryveagh Mountains. Im Westen Irlands angekommen, fuhren wir ab heute und auch in den kommenden Tagen viele Strecken des „Wild Atlantik Way“. In Ardara lohnte ein Stopp zum Bestaunen eines kleinen Wollwebereimuseums mit Vorführung am Webstuhl und so mancher kleidete sich im Shop „Triona“ mit Tweed ein. Über den „Glengesh Pass“ erreichten wir die „Slieve Leagues“, die höchsten Klippen Europas. Vorbei am Fischereihafen in Killybegs ging es zu unserer nächsten Station, das Clarion Hotel in Sligo.

4. ETAPPE / Sligo - Galway / Donnerstag 7.9.

  • Hermann der Harte

    Foto von Theo Sprenger
  • Mittagsimbiss im Delphi Resort

    Foto von Theo Sprenger

Zunächst stand eine flotte Fahrt bis Westport auf dem Programm. Dieses nette Städtchen lud zu einem Bummel ein. Die herrliche Fahrt durch den Murrisk und die Umrundung des Killary Fjords bestimmten unseren weiteren Weg. Im Connemara Nationalpark im County Galway konnte die Kylemore Abbey besucht werden. Ein Großteil der Fläche des Parks war früher ein Teil des Farmgebiets der Kylemore Abbey. Zwei Schleifen auf dem „Wild Atlantik Way“ mit vielen schönen Landschaftsstrukturen bildeten den Abschluß auf unserem Weg nach Galway. Leider wurden die letzten drei Kilometer wegen eines Staus in der Innenstadt für einige Teilnehmer zu einer langwierigen und für manche Autos zu einer kniffeligen Angelegenheit.

5. ETAPPE / Galway - Tralee / Freitag 8.9.

  • warten auf die Fähre

    Foto von Theo Sprenger
  • auf dem Wild Atlantik Way

    Foto von Theo Sprenger

Wir fuhren weiter in das County Clare durch die fast surreal anmutende Kalksteinlandschaft des Burren. In diesem ursprünglichsten Teil der Insel mit seinen 4000 Jahre alten prähistorischen Monumenten, wie dem Poulnabrone Dolmen, fühlten wir uns in eine längst vergangene Zeit versetzt. Später war Gelegenheit, der wohl bekanntesten touristischen Attraktion einen Besuch abzustatten: die Cliffs of Moher. Nach der Überquerung des River Shannon, freuten wir uns in Tralee in dem romantischen Meadowlands Hotel auf ein weiteres Dinner in gemütlicher Runde.

6. ETAPPE / Tralee - Cork / Samstag 9.9.

  • Blick auf den Atlantik

    Foto von Theo Sprenger
  • der Ring of Kerry

    Foto von Theo Sprengerh

Mit dem „Ring of Kerry“ fuhren wir heute eine der schönsten Küstenstraßen Europas. Die Strecke hatte sowohl fahrerisch, als auch landschaftlich einiges zu bieten. Besonders beeindruckend war heute das Lichtspiel zwischen Wolken und Sonnenstrahlen mit Blick auf den Atlantik. Auch so mancher Regenbogen wurde gesichtet. Es schloss sich der „Ring of Bearea an, wo wir über den „Haely Pass“ in ein Volksradrennen mit über 1000 Radfahrern gerieten. Hier war besondere Vorsicht geboten. Aber diese unvorhergesehene „Sonderprüfung“ bestanden alle mit Bravour. Wir erreichten schließlich im Südwesten Cork.

7. ETAPPE / Cork - Gorey / Sonntag10.9.

  • Pause unterwegs

    Foto von Theo Sprenger
  • im Hafen von Graiguenamanagh

    Foto von Theo Sprenger

Heute veränderte sich das Landschaftsbild. Die Strecke führte durch Felder und Wälder, vorbei an Lismore mit seinem Castle, über die Knockmealdown Mountains zu dem kulturellen Höhepunkt „Rock of Cashel“ im County Tipperary, ein einzigartiges Monument irischer Geschichte. Er erhebt sich 65 m hoch und gilt als irisches Wahrzeichen. Als Sitz von Feen und Geistern wurde er schon im Altertum verehrt. Später schrieben hier die Könige von Munster Geschichte. Auf der weiteren Strecke nach Gorey lohnte auch der Besuch eines Cafes im Ort (mit dem unaussprechlichen Namen) Graiguenamanagh am Ufer des River Barrow.

8. ETAPPE / Gorey - Dublin / Montag 11.9.

  • in den Wicklow Mountains

    Foto von Theo Sprenger
  • Besuch in der Weberei

    Foto von Theo Sprenger

Heute hatten wir genügend Zeit, uns in den „Wicklow Mountains“ umzusehen. Die Berglandschaft im Osten der Insel bringt es mit seinen höchsten Erhebungen immerhin auf knapp 1000 Höhenmeter. Zunächst besuchten die meisten der Teilnehmer die älteste Weberei Irlands „Avoca Mills“ in Avoca. Auch hier wurde eingekauft was Irland an Wollkunst zu bieten hatte und beim ein oder anderen noch fehlte. Besonders sehenswert war „Glendalough“, ein Tal, etwa 40 km südlich von Dublin gelegen. Es ist bekannt für die berühmteste Klostersiedlung Irlands. Sein 33 m hohe Rundturm wurde während der Wikingerinvasion im Jahre 1066 errichtet, um die religiösen Reliquien, Bücher und Kelche des Klosters zu schützen. Ebenso sehenswert waren die Kapelle „St. Kevin's Church“ aus dem 11. Jahrhundert, sowie das Keltenkreuz „St. Kevin’s Cross“. In Dublin gönnten wir uns mit zwei Übernachtungen die erste und einzige Verschnaufpause der Reise.

FREIER TAG IN DUBLIN / Dienstag 12.9.

  • Straßenmusik vom Feinsten

    Foto von Theo Sprenger
  • historisches Kaufhaus in Dublin

    Foto von Theo Sprenger

Wir wohnten zentral im Hotel Radison Blu. So blieben heute die Autos in der Tiefgarage und wir konnten uns in Ruhe in der Stadt umsehen. Der Koffer konnte einmal neu sortiert werden, um uns am folgenden Tag auf die letzten Etappen der Reise zu machen.

9. ETAPPE / Dublin - Belfast / Mittwoch 13.9.

  • Siegerehrung im Hotel Europa

    Foto von Theo Sprenger

Am Ende unserer Irland- Schleife steuerten wir wieder Belfast ans. Die Etappe war kürzer, es war also Zeit sich das „Newgrange Monument“ unterwegs anzusehen oder etwas früher in Belfast zu sein, um sich auch hier die Stadt anzuschauen. Einige nutzten die Gelegenheit, das „Titanic Museum“ zu besichtigen. Am Abend war zum Abschiedsabend geladen. In dem schön dekorierten „Ballsaal“ des Hotel Europa wurden die Teams von Angelika und Theo geehrt. Alle waren gut durchgekommen und hatten die Plakette mit Goldkranz mehr als verdient. So war die Stimmung entsprechend gut, auch wenn es früh „in die Federn“ ging, denn am nächsten Morgen rasselte der Wecker noch vor dem Morgengrauen, da wir zeitig am Fähranleger in Belfast auflaufen mussten.

10. ETAPPE / Belfast - Newcastle / Donnerstag 14.9.

  • vor der Durchquerung Englands

    Foto von Theo Sprenger
  • Zurück auf dem Kontinent

    Foto von Theo Sprenger

Wir nahmen Abschied von der grünen Insel und durchquerten nach der Überfahrt England, dieses Mal nach Osten zurück nach Newcastle. Glücklicherweise war das Sturmtief, das die letzten beiden Tage über den Ärmelkanal „gefegt“ war, abgeflaut. So konnten wir an Bord der DFDS unser letztes gemeinsames Abendessen genießen und die Überfahrt gestaltete sich leidlich ruhig.

ABREISE / Freitag 15.9.

Zurück auf dem Kontinent. Alle waren nach der langen Reise glücklich und unversehrt wieder mit beiden Beinen und auf vier Rädern auf dem Festland angekommen. Eine Meisterleistung aller Teams und natürlich der betagten Fahrzeuge. Alle Achtung und Chapeau!



Text: Angelika und Theo Sprenger
Titelbild: Theo Sprenger


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