Saison Finale 2017
IM MARBURGER LAND

ÜBERSCHRIFT 2

Zum sechsten Mal hatten wir zum Saison Finale eingeladen. Dieses Mal wollten wir das Marburger Land erkunden und damit eine abwechslungsreiche und gelungene Saison beenden. Im Frühjahr führte die erste Reise nach Tschechien. Im Juni hatten wir das 9. BMW Motorrad Treffen im Bergischen Land organisiert und Anfang September Irland umrundet. So gab es an den gemeinsamen Abenden viel Gesprächsstoff zu den Erinnerungen an die Reisen des zu Ende gehenden Jahres. Im Hotel Dammühle hatten wir wieder einen schönen Standort für unser Treffen gefunden. Der Service war zu Beginn eher etwas langsam, aber glücklicherweise lernfähig. Am zweiten Abend klappte es schon besser und lief dann an den folgenden Tagen reibungslos. Die Küche steigerte sich auch von Tag zu Tag und lief zum Abschlussabend, mit einem ausgezeichneten vier Gang Menu, zu Höchstform auf. Die Lage des Hauses, ca. 5. km westlich von Marburg gelegen, konnte idyllischer nicht sein. Also alles in allem ein würdiger Rahmen für das Abschiedstreffen 2017.

Sonntag 1.10.

  • Begrüßung in der Dammühle

    Foto von Theo Sprenger
  • die Tagesinformationen bitte

    Foto von Theo Sprenger

Angelika und Theo begrüßten beim Stehempfang im Hof des Hotels alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Gläschen „Hugo“. Ein großes Halli und Hallo zeugte von echter Wiedersehensfreude. Im Anschluss wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gedeckten Tisch gebeten. Die Tourenbücher und die Landkartenscans wurden ausgegeben und die drei Rundfahrten mit einigen besonderen Höhepunkten vorgestellt. Mit angeregten Gesprächen gefüllt verging der erste Abend wie im Fluge und alle freuten sich auf die erste Ausfahrt.

Montag 2.10.

  • Böhlers und ihr Schätzchen

    Foto von Theo Sprenger
  • Führung durch das Kloster Haina

    Foto von Theo Sprenger

Die erste Runde führte zum Edersee. Leider meinte es Petrus mit uns zumindest am Vormittag nicht so gut, regnete es doch fast durchgängig. Einige scheuten das feuchte Wetter nicht und legten trotzdem einen Zwischenstopp in dem pittoresken Städtchen Frankenberg ein. Zum Mittagsimbiss trafen wir uns alle wieder zu Hirschgulasch mit Spätzle und Salat im Gastraum des Naturparkzentrums Kellerwald. Fast alle nahmen die Gelegenheit wahr und schauten im Kinosaal des Zentrums einen 4 D Film, zu den Tätigkeiten der Ranger des Naturparkes. Glücklicherweise beruhigte sich das Wetter am Nachmittag. Es war zwar kühl, aber der Regen versiegte. So fand der nächste Höhepunkt gottlob trockenen Fußes statt. Im Kloster Haina hatte Angelika eine Führung organisiert. Der Museumsführer gab eine hervorragende Vorstellung, darin waren sich alle einig. 1 ½ Stunden erläuterte er mit viel Sachverstand die Geschichte dieses beeindruckenden Ortes, gewürzt mit kurzweiligen Anekdoten zum klösterlichen Leben in vergangenen Zeiten. Dann ging es die letzten Kilometer heimwärts und es folgte ein weiterer vergnüglicher Abend in geselliger Runde.

Dienstag 3.10.

  • auf zur nächsten Runde
    Foto von Theo Sprenger
  • Mittagsimbiss in der Tenne

    Foto von Theo Sprenger

Das Wetter sah vielversprechend aus, die Sonne zeigte ihr Gesicht und zumindest die ersten 40 km erstrahlte die wunderbare Herbstlandschaft. Auf dem Weg zu den Höhen des Rothaargebirges zog es sich leider wieder zu und bei unwirtlichen Regenböen erreichten wir den Rhein- Weser Turm auf knapp 800 m über NN gelegen. Er markiert die Wasserscheide von Rhein und Weser, wie Angelika am Vorabend bei Ihren Informationen zum heutigen Programm berichtet hatte. Ein schöner heißer Tee tat bei dem Wetter gut und es ging dann bald weiter nach Heinsberg in die „Tenne“ zur Mittagsrast. Nach der Abfahrt aus dem Rothaargebirge stabilisierte sich das Wetter und es gab wieder sonnige Abschnitte, nur gelegentlich von einem kräftigen Schauer gestört. Am Nachmittag errichten wir die Lahnquelle, wo viele im Gasthaus dort zu Kaffee und Kuchen einkehrten, bevor es wieder zurück in die Dammühle ging. Nach dem Abendessen stellten Angelika und Theo ihre geplanten Unternehmungen für das kommende Jahr vor und überreichten die Flyer dazu. Im Mai findet die 10. BMW Motorradwoche im Hunsrück statt, ein kleines Jubiläum also. Im Juni geht es auf große Fahrt nach Frankreich. Vom Kaiserstuhl durch das nördliche Burgund und die Auvergne in´s Perigord. Im August steht das dritte „Exklusive Festspieltreffen“ in Bregenz mit der Oper „Carmen“ auf dem Programm. Im Oktober dann schlussendlich das nächste Saison Finale, dieses Mal in Dinklage im „Oldenburger Münsterland“. So gab es viel zu beraten und erzählen im Hinblick auf die Pläne für das kommende Jahr.

Mittwoch 4.10.

  • im Polizeioldtimermuseum
    Foto von Theo Sprenger
  • Isar 12 in erlauchter Gesellschaft

    Foto von Theo Sprenger

Die letzte Rundfahrt sollte uns „rund um den Vogelsberg“ führen. Heute blieb es den ganzen Tag trocken. Bereits kurz nach dem Start stand der erste Stopp an. Unser Freund Franz Paul Böhler hatte seine Beziehungen spielen lassen und arrangiert, dass das Marburger Polizei Oldtimermuseum außerplanmäßig seine Pforten für uns öffnete. Vor den Hallen begrüßte uns ein „edles“ Gespann. Der Original BMW 501 „Isar 12“, den die Filmgesellschaft damals von der Polizei in München für die gleichnamige Fernsehserie gekauft hatte. Hinten auf dem Anhänger war eine Original Polizei Isetta zu bestaunen. Das Originellste Fahrzeug war, so fanden wir, die „Polente“. Eine Polizei Ente aus den achtziger Jahren, die bei der Wasserschutzpolizei im Einsatz war. Der Marburger Verein, der das Museum betreibt, hat eine wirklich bemerkenswerte Sammlung zusammengetragen. Der Besuch war ein schöner Höhepunkt des Finales für uns am letzten Fahrtag. Aber nicht der letzte. Schloss Braunfels wollte noch angefahren werden, exponiert über dem gleichnamigen Ort gelegen. Im Schlosscafé gab es einen Kaffee oder Tee zwischendrin und kleine Geschenkartikel für die Daheim gebliebenen waren im Schlossladen auch zu bekommen. Die Mittagsrast fand dann in der „Alten Klostermühle“ in Kloster Arnsburg statt. Bei Sauerkraut und vorzüglichen Rippchen saßen wir gemütlich zur letzten Mittagsrast in diesem Jahr zusammen. Auf der Weiterfahrt konnte man auf dem Hoherodskopf noch einen Kaffee nehmen und die Aussicht reichte tatsächlich wie versprochen bis Frankfurt, woran keiner mehr so recht geglaubt hatte. Das vortreffliche Menu am Abend war ein würdiger Rahmen zu unserem Saisonabschluss. Vor dem Dessert gab es noch ein gutes „Stündchen“ Stegreiftheater beim Verabschieden der einzelnen Teams. Es durfte wieder viel geschmunzelt und gelacht werden und alle haben bei der Vorstellung von Angelika und Theo ihren gelungenen Beitrag geleistet. Zum Abschied gab es für jedes Team ein kleines Erinnerungsgeschenk: Etwas Süßes, einen „Marburger Pflasterstein“ mit vier Trüffeln aus eigener Produktion des Marburger Cafés Klingelhöfer und ein Fläschchen „Marburger Nachtwächter“ ein Kräuterlikör nach einem Rezept von 1799 von der Marburger Brennerei und Likörmanufaktur Pfeiffer.

ABREISE / Donnerstag 5.19.

  • zum Abschied einmal feste drücken

    Foto von Theo Sprenger

Die Zeit war wieder viel zu schnell vergangen. Aber die vielen gemeinsamen Stunden dieses gelungenen Treffens werden allen in guter Erinnerung bleiben. Und es gibt ja auch ein Wiedersehen so Gott will im kommenden Jahr.



Text: Theo Sprenger
Titelbild: Theo Sprenger


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