Saisonfinale 2016
IM BERGISCHEN LAND

Saison Finale im Bergischen Land 2016

Traditionell setzten wir Anfang Oktober mit unserem Saison Finale den Schlusspunkt eines angefüllten Veranstaltungskalenders. Diese Mal hatten wir im Bergischen Land „angerichtet“. Nach langwieriger Suche für einen geeigneten Standort, wurden wir endlich mit dem Altenberger Hof fündig. Wie sich während des Treffens bestätigte, hatten wir eine wirklich gute Wahl getroffen. Die Küche brachte durchweg gute Menus auf den Tisch, der Service war freundlich und ausreichend flott. Für den Schlummertrunk war die Bar ein paar Schritte weiter gelegen, wo man zum Tagesausklang noch zusammensitzen konnte. Die Lage direkt vis a vis des Altenberger Domes war schon etwas Besonderes, auch wenn das Glockengeläut morgens zu früher Stundenicht bei allen Begeisterungsstürme hervorrief.

Sonntag, 2.10.

Angelika und Theo begrüßten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Gläschen Sekt, stellten die geplanten Unternehmungen für die nächsten Tage vor und baten anschließend zum bereits gedeckten Tisch. Drei Rundfahrten hatten sie ausgearbeitet mit einigen besonderen Höhepunkten. Doch dazu später mehr. Die Gesellschaft fand wie immer schnell zusammen und verbrachte einen ersten gemeinsamen Abend beim gemütlichen „Schmaus“ mit angeregten Gesprächen und alle freuten sich auf die erste Ausfahrt.

Montag, 3.10.

  • vor dem Start

    Foto von Günter Wertenbruch
  • der Dom zu Altenberg

    Foto von Günter Wertenbruch

Nach dem Frühstück machten wir uns auf die Reise. Die Fahrt führte über viele kleine Straßen, um dem Ausflugsverkehr des Feiertages zu entgehen und so kamen Örtchen mit Namen wie „Bärbroich“, „Immekeppel“, „Much“ oder „Schmelze“ zu der Ehre, eine Karawane wirklich schöner historischer Fahrzeuge durch die Ortsmitte vorbeidefilieren zu sehen. Nach gut 100 km hatten wir Nümbrecht erreicht, wo der Derichsweiler Hof einen Mittagsimbiss in Form eines abwechslungsreichen und schmackhaften Buffets vorbereitet hatte. Mit Blick auf den idyllischen Garten griffen wir herzhaft zu. Gut gestärkt ging es auf die Rückfahrt. Wir fuhren ein Stück durch die „Bergische Röhn“, später durch das Tal der Sieg und nun hießen die Örtchen „Herzchen“, „Kohlberg“, „Forst“ und „Kaltenbach“. Wir bekamen also viel Lokalkolorit zu sehen und genossen die Fahrt durch die Täler und über die Berge des gleichnamigen Landes. So war also die Stimmung bestens, als wir uns am Abend wieder zusammenfanden, heute zu einer deftigen bergischen Vesperplatte und einen „Killepitsch“ zum Dessert. Theo und Angelika stellten die Unternehmungen für das Jahr 2017 vor und übergaben die Flyer dazu, mit vielen Informationen zu den einzelnen Reisen.

Dienstag, 4.10.

  • vor der nächsten Tour

    Foto von Günter Wertenbruch
  • zur Bergischen Kaffeetafel

    Foto von Günter Wertenbruch

Die bekannte „Bergische Kaffeetafel“ stand heute als Mittagsziel auf der Karte und wie versprochen kam der Kaffee auch aus der „Dröppelminna“, der bergischen dreibeinigen Kaffekanne. Herzhaftes und Süßes genossen wir im rustikal eingerichteten Gastraum, direkt hinter der mächtigen Anlage von Schloss Burg. Mehr bergisches Fair geht nicht. So mancher erinnerte sich an fast vergessene Schulausflüge, die mit der alten Sesselbahn von Unterburg nach Oberburg führten, und als anschauliche Lehrstunden in Sachen „Die Grafen von Berg“ zum Pflichtprogramm des Faches „Heimatkunde“ gehörten. Zurück ging es wieder durch Wermelskirchen in Richtung Gimborn, wo wir einen Abstecher zum gleichnamigen Schloss, dem Sitz der „Freiherren von Fürstenberg“ einbauten. Das Wetter war frisch aber sonnig, beste Voraussetzung also für eine angenehme Fahrt durch die Natur.

Mittwoch, 5.10.

  • Fahrt mit der Schwebebahn

    Foto von Günter Wertenbruch
  • der Bentley vor der letzten Runde

    Foto von Günter Wertenbruch

Wer hat noch nicht von ihr gehört? Die Wuppertaler Schwebebahn war heute das erste Ziel unseres Tagesprogrammes. Die ursprüngliche Planung, eine Fahrt individuell zu gestalten, ließen wir fallen, als wir davon hörten, dass der sogenannte „Kaiserwagen“ auch exklusiv gemietet werden kann. Gesagt, getan. Nur pünktlich mussten wir sein. Um 11 Uhr wurde der Kaiserwagen zwischen den regulären Fahrplan geschoben. Auch heute war das Wetter sonnig, ein besonderes Geschenk für die Fahrt die vor uns lag. Kurz vor elf Uhr öffnete sich geheimnisvoll das Tor der Wagenhalle, die Spannung wuchs. Die große Weiche wurde gestellt, hervor kam der Kaiserwagen und rollte majestätisch zum Bahnsteig. Viele aah´s und ooh´s begleiteten dieses tolle Spektakel. Begrüßt wurden wir von zwei Zugführern, in historische Schaffneruniformen gewandet und eine nette Dame, ebenfalls im Stil der guten, alten Zeit ausstaffiert, stellte sich als unsere „Reiseleiterin“ vor, die uns durch die Geschichte der Schwebebahn und der Stadt Wuppertal führen würde. So schwebten und schaukelten wir, die ersten Kilometer über der Straße, dann alsbald über die Wupper, nach Oberbarmen. Der Vortrag unserer „Reiseleiterin“ war unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich, kurzum vortrefflich gelungen. So erfuhren wir, dass der Name dieses perfekt restaurierten historischen Schwebebahnzuges auf das Ereignis der Einweihungsfahrt von Kaiser Wilhelm im Jahre 1900 zurückzuführen ist. Nach gut einer Stunde hatten wir Vohwinkel wieder erreicht. Noch ein paar Erinnerungsfotos und dann fuhren wir nach Müngsten zum Mittagessen an der Wupper. Bei deftigem Eintopf hatten wir einen schönen Blick hinauf zur Müngstener Brücke, ebenfalls Baujahr 1900, die die Städte Remscheid und Solingen verbindet. Die Fahrt am Nachmittag führte durch das Morsbachtal, wo noch die alten „Kotten“ zu sehen sind, welche damals die für diese Region bekannte Werkzeugfabrikation begründeten. Am späten Nachmittag besuchten einige noch den Märchenwald in Altenberg, schauten sich bei Bergischen Waffeln die legendären Wasserspiel an und drehten noch eine Runde durch die Welt der Gebrüder Grimm. Ein würdiger Abschluss. Lecker, lecker hieß es beim letzten Dinner. Es wurde ein vergnüglicher Abschiedsabend und bei der letzten Runde an der Bar ging es hoch her. So neigte sich das Saison Finale erst spät dem Ende zu. Nach dem Frühstück am Donnerstag hieß es Abschied nehmen. Viel zu schnell war die Zeit wieder vergangen. Aber es wird eine Fortsetzung geben. 2017 treffen wir uns im Marburger Land.

 

Text: Theo Sprenger, Titelbild: Günter Wertenbruch


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